Plouguerneau

Das in der Bretagne gelegene Örtchen Plouguerneau mit seinen rund 5.000 Einwohnern zählt zu den beliebtesten Ferienorten im Département Finistère. Plouguerneau bietet seinen Besuchern über 20 Sandstrände, die sich über mehr als 40 Kilometer am Ärmelkanal entlang erstrecken. Aber Plouguerneau übt nicht nur auf Sonnenanbeter einen besonderen Reiz aus. Das Städtchen zeichnet sich mit seinen zahlreichen Kirchen und kleinen Kapellen durch ein einzigartiges mittelalterliches Flair aus, das den Besucher in eine andere Zeit zu versetzen scheint. Die Pfarrkirche Saint Pierre et Saint Paul des Ortes wurde im Jahr 553 errichtet und in den folgenden Jahrhunderten zahlreiche Male umgebaut. Der Glockenturm stammt aus dem Jahr 1701. Ein besonderes Highlight für jeden Besucher ist auch der so genannte Pont Krac’h, die Teufelsbrücke, die der Legende nach vom Teufel selbst erbaut wurde und zu den ältesten Brücken der Bretagne zählt.

In der näheren Umgebung von Plouguerneau befinden sich darüber hinaus zahlreiche Megalithen, wie etwa die Dolmen auf der Insel Venan oder in Lilia. Die archäologische Stätte von Iliz Coz birgt rund 100 Gräber. Sie diente der Bevölkerung bis zum Ende des Mittelalters zu rituellen Zwecken und wurde im 18. Jahrhundert aufgegeben. Angesichts der Zeitlosigkeit, in die der Besucher in der Region um Plouguerneau eintaucht, nimmt es auch nicht Wunder, dass das Département Finistère (zu Deutsch: Ende der Erde) auch als Côte des Légendes (Küste der Legenden) bezeichnet wird. Für einen Tagesausflug bietet sich besonders die Île Vierge an, die sich rund 1,5 Kilometer vor der Küste im Lilia-Archipel befindet. Auf der Insel steht der höchste Leuchtturm Europas und zugleich der weltweit höchste aus Naturstein gebaute Leuchtturm. Eine Wendeltreppe aus über 300 Stufen führt Besucher auf die Aussichtsplattform, die sich in einer Höhe von 82,5 Metern befindet. Von hier aus bietet sich ein imposanter Blick auf die umliegenden Inseln und die typisch karge Küstenlandschaft der Bretagne.